Sonntag, 30. November 2014

Blogverlosung zum Advent: Dein Text, mein Lied

In diesem Advent, am heutigen ersten Advent und in der ersten Weihnachtszeit, die ich in meinem Musiksalon verbringe, verlose ich ein Stück Musik. Und so funktioniert es:

Jeder kann teilnehmen.

Ich biete an, ein Stück Text aus Eurer eigenen Feder, ein Gedicht, das Ihr schon immer mochtet oder ein Zitat aus einem Buch, einem Film oder der Zeitung, zu vertonen. Jeder, der hier einen Kommentar hinterläßt (oder mich anderweitig kontaktiert), kommt in den Lostopf. Am vierten Advent werde ich unter allen Namen einen ziehen und den von dieser Person vorgeschlagenen Text dann im Laufe des nächsten Jahres vertonen.

Wer nicht kommentieren kann oder will, kann mir auch eine Email schreiben an:

ankesmusiksalon ät gmail punkt com

Wer seinen Text nicht öffentlich in den Kommentaren hinterlassen will, kann ihn auch einfach später via Email nachreichen, falls er ausgelost wird.

Ausgeschlossen sind Texte mit rassistischem oder anderweitig menschenverachtendem Inhalt, versteht sich ja von selbst, und ausgeschlossen ist auch, daß ich das Stück in 2 Wochen fertig kriege. ;-)

Nicht ausgeschlossen ist dagegen, wenn Ihr selbst kreative Ideen habt und an der Umsetzung mitarbeiten wollt. Ihr könnt Euch also entweder total überraschen lassen oder ein gemeinsames Projekt daraus machen, beides macht mir großen Spaß.

Bei Fragen einfach fragen - ansonsten wird am 4. Advent ausgelost. Ich freue mich auf Eure Textideen!

Das Kaninchenorakel sagt:

Ad te levavi Nagezahn meum
Möhre mea, in te confido.



Sonntag, 23. November 2014

O-Ton der Woche und Chorkonzerte


"Kommst Du an der Stelle gut rein?" frage ich den Schüler, der seit Wochen an ein und demselben Takt im Stück scheitert, nachdem wir diesen Takt (wieder mal) langsam und gründlich geputzt haben und ich ihn nun in Zusammenhang setzen will. Er hat immer Schwierigkeiten, irgendwo im Stück zu beginnen, weil seine Hände meist ohne Kopfbeteiligung spielen, und genau das ist das Problem, an dem wir in erster Linie arbeiten.
Er sieht mich an mit einem Seufzen wie ein alter Mann und sagt gottergeben: "Haben Sie jemals erlebt, daß ich an der Stelle gut reinkomme?"

Wir müssen beide ein bißchen kichern und dann - schafft er es tatsächlich!



Die Adventskonzerte mit dem Cantus Vitalis dieses Jahr sind an folgenden Terminen:

Samstag, 29. November um 16 Uhr in der Kirche Altenhof

Dienstag, 2. Dezember um 17 Uhr auf dem Marktplatz Eberswalde (im Rahmen des Weihnachtsmarktes, auf dem auch sonst recht viel Kulturelles geboten wird)

Samstag, den 13. Dezember um 18 Uhr in der Kirche Finow


Donnerstag, 13. November 2014

Ameowdeus und das Chili Orchestra

Mir schicken ja Freunde immer mal Fundstücke aus der Welt der Musik (und der Welt der Kaninchen) oder ich stolpere in den unendlichen Weiten über Sachen, die mich einfach vor Kichern wie Wackelpudding auf meinem Stuhl hüpfen lassen. Davon hier mal ein bißchen was hergezeigt:

Keyboard Cat (mir gezeigt von einem Hundefreund, dem das Schicksal den hündischsten dicken Kater der Welt zugespielt hat und der seither ein Katzenfreund ist)


Und in gewisser Weise Keyboard Cat 2.0: Ameowdeus (wer den fantastischen Film aus den 90er Jahren kennt, hat mehr davon):


Von einem anderen Freund bekam ich diesen Link hier geschickt - und man beachte die Professionalität, mit der das Orchester auch unter größten Schmerzen das gesamte Stück zu Ende spielt!


Hach, wundervoll. :D

Das Kaninchenorakel sagt:

Play it again, Sam.



Freitag, 7. November 2014

Kenne Dein Land

Ich mag, wo ich lebe. Ich finde die Schorfheide landschaftlich wunderschön, ich finde, die Stadt Eberswalde hat sich in den letzten 20 Jahren ganz unglaublich vorteilhaft entwickelt (nicht nur optisch), und ich ziehe gerne mit der Kamera auf Fotosafari, wenn mich der "Raus!"-Drang packt. (Klicken macht übrigens die Bilder größer.)
Dann geht es los, mal mit dem Hund im Regen durch den Wald,



mal über Land, durch Dörfer, zum Kloster Chorin oder einfach durch den Wald



Wem fällt an diesem Plakat etwas auf?


"Kinderbespaßung"… Oh Mann.

und mal auch in die Stadt. Ich weiß nie, welche die Goethetreppe ist und welche die Schillertreppe, aber diese hier


führt auf jeden Fall zum Drachenkopf, von wo der Blick über die Altstadt einfach toll ist:




Und da ich auch häßlichen Dingen sehr zugeneigt bin und gerne in Ruinen herumstapfe, ob es nun historische Klosterruinen sind oder zeitgenössische Industrieruinen, habe ich auch in dieser Hinsicht immer wieder etwas Neues zu entdecken. Ich finde ja, zum Teil haben diese mir unbekannten Grafittikünstler nicht nur Talent, sondern auch echt Humor. Schade, daß das Gelände so zerfällt, ich würde mich freuen, da immer mal neue Bilder entstehen zu sehen.


Musik… sie ist überall. Oder um es mit den Worten von Albus Dumbledore zu sagen: Musik ist ein größerer Zauber als alles, was wir hier treiben.


Von innen


Von außen


Poetisch in Wort und Bild


Manch einer fühlt sich offenbar total


Und der eine oder andere gibt sogar seinen Traumata Ausdruck, was mich schon echt berührt hat, muß ich sagen.


Über uns ein Segelflieger


Und in den ehemaligen Duschkabinen steht noch einer:


Salat! Jawoll!


Das hier finde ich auch richtig schön:


Die Bahnschienen, die direkt hinter dem Gelände verlaufen:


Ein Vogelnest auf einer Stützstrebe:


Und eine Hagebutte, die sich anmutig über den ruinösen Beton rankelt:


Als ich diese Bilder gemacht habe, kam ich alleine mit der Kamera in der Hand auf dieses verlassene Gelände, auf dem früher (seeeehr früher) offenbar mal viele Leute gewohnt und gearbeitet haben, und mir begegnete ein Mann von vielleicht 50 Jahren, klein, ungepflegt und mit einem Messer in der Hand. Er grüßte mich auf brandenburger Art mit einem Nicken und einem "Hng" und hob die Hand mit dem Messer, deutete damit über die Schulter und sagte: "Ick war Pilze suchn." Jetzt entdeckte ich auch das Körbchen in seiner anderen Hand. Ganze 2 Pilze befanden sich darin. "Da waan aber bestimmt schon janz viele andere Leute, sind jar keene Pilze mehr da", erklärte er. 
Ich schlug ihm vor, doch stattdessen einfach mal in den Wald zu gehen, der ja rings um uns herum war. "Nee", sagte er, "ick jeh do' immer hierher, schon jahrelang. Jibt aber schlecht Pilze hier." 
Ich wies ihn darauf hin, daß das gesamte Gelande asphaltiert ist und Pilze auf Waldboden deutlich besser gedeihen als auf Asphalt, doch er blieb bei seiner Meinung, daß bereits jemand vor ihm alles ratzekahl gepflückt haben müsse.
Dann sah er die Kamera. Eine Mischung aus Angst und Überlegenheit trat in seine Augen und er senkte die Stimme, als er sagte: "Fotografier'n is hier vabot'n! Jesetzlisch! Dit is' do' allet Militärjelände! Da komm' se jeden Tach ßweimal mit Hunde patrulliern! Also een Mann und ßwee Hunde! Lass'n Se sisch da ne erwisch'n!" Der Teil von mir, der ohne den Hund ganz oben im Beitrag keine Woche aushält, hätte fast losgequietscht und gefragt "Hunde? Was denn für Hunde? Große, tollpatschige, flauschige Hunde? Woooo?" aber es schien der Lage nicht angemessen, daher versprach ich ihm todernst, mich weder wegfangen und foltern noch auf der Stelle zerfleischen zu lassen, und durfte meiner Wege gehen.


Dienstag, 4. November 2014

Die Sache mit dem Live

- ist einfach die: man muß so verdammt viel Perfektionismus abgeben. :)

Hier ist die Playlist der Jam Session in Neuenhagen, die ich vorletzte Woche eröffnen durfte:

Trallalla

Ich habe 2 Favoriten. Bei "Gee Baby" habe ich kurzerhand den Text verdreht und mich auf die Position des verwöhnten Baby gesetzt, das Ansprüche ohne Ende stellt, weil es einfach so unübertroffen "good to you" ist. Das hat Spaß gemacht. Und die Goody Boys am Ende waren einfach nur super.  :)

Später, im freien Sessionteil, habe ich noch mit meinen beiden Bardenfreunden aus Eberswalde Mad World gesungen und einen von ihnen später auf die Bühne gezwungen getreten geschubst gebeten, und er hat die gesamte Kneipe von den Socken gerissen. Denny Kraft, wehe wenn Du nicht öfter zum Mikrofon greifst!