Dienstag, 26. März 2019

Ziellos


Als ich irgendwann als Teenager meinen Eltern beim Essen erklärte, ich wolle Dirigentin werden, reagierte meine Mutter überschwänglich („dann wirst Du berühmt und dirigierst die Berliner Philharmoniker!“) und mein Vater, ohne auch nur vom Teller hochzuschauen, vernichtend skeptisch („das schafft sie doch sowieso nicht“). Interessanterweise reagierten praktisch alle anderen Leute ebenfalls mit einer dieser Extrempositionen. Immer nur „dann werde ich mal sagen können, ich kenne Dich“ oder „naja, man muß große Träume haben, um auch Kleines zu erreichen“, nichts dazwischen. Es war ein Spagat zwischen Heldentum und Staubkörnchen, zwischen Ganz und Garnicht, und ohne daß ich es merkte, setzte sich dieses Bild in mir fest.

Beide Eltern waren sehr stolz, als ich in Wien zu studieren begann, als sie mich das erste Mal vor einem Orchester sahen, als sie mein erstes Radiointerview hörten, den ersten Zeitungsartikel über mich lasen, meine erste CD in den Händen hielten. Und beide erwarteten weitehin von mir, was sie vorhr erwartet hatten: meine Mutter Ruhm und mein Vater, daß ich Musiklehrerin werde. Und ich erwartete irgendwie andauernd dasselbe - Weltruhm oder totales Versagen (ich habe es tatsächlich 2x mit Unterrichten in normalen Klassen versucht und total versagt, denn Pädagogik studiert man halt auch nicht ohne Grund). Was ich bekam, nach meinem bisherigen Verständnis, war totales Versagen. Zumindest hat es sich für mich immer so angefühlt.

In den letzten Monaten habe ich intensiv darüber nachgedacht, was ich eigentlich für ein Verhältnis zu meinem Beruf habe. Warum das so eine starke Hassliebe ist. Warum ich ihn so gerne machen und doch permanent so unzufrieden sein kann. Und ich habe etwas Entscheidendes begriffen: Ich liebe das, was ich tue, wirklich von ganzem Herzen. Ich leite im Moment 2 sehr unterschiedliche  Chöre und ich liebe diese Arbeit. Beides sind Amateurchöre - ein sehr guter und ein nicht sehr guter. Und beide bereiten mir die allergrößte Freude. Denn was mich immer antrieb, war ein völlig falscher Ehrgeiz, in dem es nie darum ging, WAS ich tue, sondern MIT WEM ich es tue. Ich habe nie die Berliner Philharmoniker dirigiert und die Wahrscheinlichkeit, daß das je passieren wird, ist verschwindend gering.

Aber wißt Ihr was? Ich wollte auch nie die Berliner Philharmoniker dirigieren. Ich hatte nie das geringste Interesse an einem Jetset-Dirigentenleben, in dem mir Assistenten die ganze Probenarbeit abnehmen und ich nur noch im Konzert gut dastehe. Ich wollte eigentlich immer gerne ein kleines Kammerorchester, das ich hegen und pflegen könnte wie einen Garten, und das über Jahre hinweg so mit mir gemeinsam einen ganz eigenen Charakter entwickelt.

Gut - ein eigenes Orchester habe ich nie bekommen; aber das Leben als Dirigentin diverser Amateurchöre hat mir im Grunde genau das geschenkt, was ich mir gewünscht habe. Ich entwickle mit meinen Chören ihren ureigensten Klang, ihr Verständnis von Musik, ihr Körpergefühl, Ihr Selbstbewusstsein, ihre Hingabe an den Moment, ihre Sorgfalt im Umgang mit der eigenen Stimme und der Partitur. Und ich genieße auch des Öfteren die Arbeit mit Orchestern und habe dafür immer sehr positives Feedback bekommen. Das ist mir genug. Ich habe begriffen, daß ich mich innerlich gar nicht abstrampeln muß, um vielleicht irgendwann doch noch ans Theater zu kommen, wo ich eigentlich gar nicht hinwill, sondern daß ich genau an der richtigen Stelle bin. Ich bin sogar irrsinnig gut in dem, was ich tue. Als Dirigent von Amateuren hat man nämlich nicht den Luxus, sich der reinen Interpretation hingeben zu dürfen. Nein, man muß seinen Sängern und Instrumentalisten oft erstmal Hilfestellung bei der Bewältigung ihres Instrumentes geben. Dann die Töne beibringen. Dann Schönheit aus den Tönen holen und interpetieren. Das erfordert ein ungeheues Maß an Fantasie und Durchhaltevermögen, an Bildern und Assoziationen, die ich ständig anbieten muß, um jeden an seinem persönlichen Standpunkt abzuholen. Und ich liebe das.


Bildquelle: the vintage scrap shop


Es gibt also ab sofort kein höheres Ziel mehr in meinem Leben. Keine verdammte Karotte, der ich Esel hinteherjage, ohne zu merken, wie lecker das Gras gerade jetzt unt meinen Hufen ist. Wenn ich mit Profis arbeiten darf, freue ich mich - aber wenn nicht, freue ich mich auch, denn was ich tue, ist gute, solide Arbeit und ich bin sehr dankbar dafür, wie vielseitig und spannend meine Aufgaben in meinen Chören sind.

Ich habe gerade heute einen guten Artikel über das Loslassen von Zielen gelesen. Darüber, daß das Kämpfen und Durchhalten um jeden Preis Menschen manchmal in die Verzwiflung treiben kann, weil sie einfach nicht zulassen können, ein einmal gefaßtes Ziel aufzugeben, egal wie unwahrscheinlich dessen Erreichen ist, egal, wie sehr sie sich damit quälen. Ich möchte meine Energie lieber in den Weg als in das Ziel stecken; ich möchte sogar lieber einen Weg ohne Ziel gehen. Wer weiß schließlich schon, was ihm das Morgen bringt?

Und falls noch jemand von Euch so schräg drauf ist wie ich und jahrzehntelang glaubt, seinen Eltern etwas wie beruflichen Erfolg zu schulden, weil sie sonst enttäuscht sind oder weil sie das Studium finanziert haben oder weil man den elterlichen Betrieb übernehmen sollte: hört auf damit. Wenn überhaupt irgendetwas schulden wir unseren Eltern höchstens, glücklich zu werden. Und dazu gehört meistens, daß es anders kommt, als man denkt.


Sonntag, 10. März 2019

Danke, gut.

Neulich traf ich eine sehr liebe Bekannte, die mir sagte, sie hätte eine andere gemeinsame Bekannte getroffen, die im Internet gelesen hätte, daß es mir nicht so gut ginge. Ich solle doch sowas lieber nicht schreiben, riet sie mir - damit sich niemand Sorgen macht.

Nun, äh, doch. Tut mir Leid für Euch. Dieser Blog hier entspannt mich, klärt meinen Kopf und ich schreibe, wie es mir gut tut. (Solange ich noch schreibe, muß sich auch niemand ernsthaft Sorgen machen.)
Und darüberhinaus habe ich letzten Mittwoch damit aufgehört, auf "wie geht es Dir/Ihnen?" automatisch mit "danke, gut" zu antworten. Ich habe mir sofort gewünscht, ich hätte es schon viel früher getan.

Ich mußte wie alle drei Monate zur Nachuntersuchung in die Gynäkologie. Diesmal wieder mal mit Mammographie. Und wie jedes Mal bekomme ich in diesem Raum eine Panikattacke. Ich meine nicht, daß es mir nicht gefällt und ich ein bißchen weinen muß. Ich meine eine ausgewachsene Panikattacke. Ich war genaugenommen völlig hysterisch. So wie jedes Mal.
Ich weiß nicht, ob es anderen Frauen mit ähnlichen Vorgeschichten auch so geht, aber mich vor fremden Leuten nackig machen zu müssen, in meinem Intimbereich extrem schmerzhaft festgeklammert zu werden, nachdem eine fremde Person ungefragt an meinen Brüsten herumgefingert und -gezerrt hat, und nicht aus der Situation entkommen zu können, triggert mich massiv. Ich bin nicht mehr ich, ich bin wieder 19 und kann nicht weg. Ich kann es nicht kontrollieren, es kontrolliert mich, und es schaltet meine Rationalität völlig aus.

Diesmal hatte ich eine ganz besonders 'sensible' Röntgenschwester, die nach dem ersten mühsam erkämpften Pressbild meiner vernarbten Brust erstmal entnervt zum Arzt reinging, weil sie nicht wußte, was sie mit mir anstellen soll. Ich wurde in die Umkleidekabine geschickt, von da zum Arzt gerufen, der erstmal in Ruhe den Tastbefund machte und mir dabei ein bißchen gut zuredete. Da ich nicht zu beruhigen war, fragte er mich, was genau denn das Schlimme für mich sei. Ob es die Empfindlichkeit der operierten Brust sei.
Ich schüttelte den Kopf. Natürlich ist der Schmerz enorm - er ist auf der operierten Seite wirklich kaum zu ertragen. Aber ich weiß ja, daß es nur ein paar Sekunden dauert, theoretisch könnte ich da drüberstehen. Doch da ist ja noch der Film in meinem Kopf. Und statt wie immer nur wegzusehen und mich dafür zu schämen, daß ich mich so anstelle, habe ich ihm gesagt, was mit mir passiert. Ich habe es ihm erzählt. Danach habe ich mich von ihm überreden lassen, die restlichen 3 Bilder auch noch durchzustehen und er hat seine Röntgenschwester angewiesen, so schnell wie möglich zu arbeiten.

Sie brachte ihm die Bilder zur Auswertung sichtlich schlecht gelaunt, er klemmte sie an seine Lichtwand und sagte, das sehe doch alles gut erkennbar aus, woraufhin sie abfällig sagte "naja, so gut es unter den Umständen halt geht" und den Raum verließ. Einen Ultraschall später, als ich wieder angezogen war und die Bestätigung hatte, nach wie vor "nicht suspekte" Brüste zu haben, nahm der Arzt meine Hände in seine und sagte: "Wissen Sie was, ich rede mal mit der Kollegin. Ich glaube, in Ihrem Fall ist es ausreichend, wenn Sie nur einmal im Jahr zur Mammographie kommen."

Und ich habe mich sofort gefragt, warum ich nicht schon vor einem Jahr ehrlich war. Warum ich immerzu versucht habe, so zu tun, als wäre alles ok, weil man muß ja die Zhn zsmmbßn. Und ich frage mich, wo in meinem Leben ich das noch tue.

Wenn ich es weiß, werde ich darüber bloggen. ;-)










#metoo

Freitag, 1. März 2019

random thoughts on feminism

Das hier wird ein wahrscheinlich total zusammenhangloser Blogpost. Bitte ergänzt meine Gedanken gern in den Kommentaren.

Ich habe Feminismus als Teenager für historisch spannend, aber nicht mehr für nötig gehalten. Ich bin ein Ossikind, das Konzept "Hausfrau und Mutter" kannte ich gar nicht. Ich fand starke Frauen, die um gleiche Rechte für Frauen kämpften, supertoll. So wie ich den Gehrock des 19. Jahrhunderts supertoll finde. Männer sollten sowas immer noch tragen, und Frauen natürlich auch, so sie wollen. Aber aktuell war das doch nicht mehr in den 90er Jahren.

(Übrigens hat der Bundestag erst 1997, als ich 16 Jahre alt war, das Recht auf ungestrafte Vergewaltigung in der Ehe abgeschafft. Ich war damals beschämend unpolitisch und hatte keine Ahnung davon, ich wollte immer nur dirigieren. Einige der Politiker, die gegen die Abschaffung des Paragraphen waren, sind übrigens immer noch politisch aktiv.)

Dann wurde ich erwachsen.

An einer Musikhochschule konnte man mich schon in der Aufnahmeprüfung nicht fassen: "Eine Frau? Zum Dirigieren?!" Ich dachte lange Zeit, es läge am Beruf. Klar hat schon Anfang des 20. Jahrhunderts die eine oder andere Frau dirigiert, aber auch ich kam in Wien in die Klasse eines Professors, der Studentinnen nur aufgrund des Drucks der Gleichstellungsbeauftragten aufnahm, und als er mich nach 2 Jahren (!) das erste Mal dirigieren sah, aus vollem Herzen sagte: "Frau Höing, Ihr Schlagbild ist ästhetisch einwandfrei - schade, daß Sie eine Frau sind! Der nächste bitte."

Ohne jetzt eine feministische Brandschrift (oder Autobiographie?) schreiben zu wollen, was durchaus möglich wäre, möchte ich einen Sprung 20 Jahre nach vorne zu einer aktuellen Erkenntnis machen.

Während der Proteste um den Erhalt des Hambacher Forstes fiel mir zum ersten Mal sehr deutlich auf, wie unglaublich viele Frauen da protestierten, und speziell bei einer der Protestierenden hat mich sehr beeindruckt, was sie, von zwei völlig vermummten Polizisten flankiert, unter Tränen sagte: Hier drin stehen wir für etwas. Draußen steht nur ein Konzern.


Das, was sie vorher sagt, finde ich aber bemerkenswert. In ihrer Zeit im Hambacher Forst hat sie verlernt, was die Gesellschaft ihr beigebracht hat. Das dauernde sich-miteinander-Vergleichen. Das nie-genug-sein, die beinahe krankhafte Wettbewerbsmentalität. Sie wurde "als Wesen" angenommen.

Als Wesen. Ich finde das so wunderschön formuliert. Nicht "als Frau". Als Frau müßte sie ja gleich wieder diverse Schubladen bedienen. Sie müßte rosa statt schwarz tragen, sich schminken statt ein Tuch gegen den Wind um den Kopf zu wickeln, sie müßte Shopping statt Umweltschutz betreiben.

Sie ist aber nicht nur ihre Chromosomen und Geschlechtsmerkmale, sie ist nicht nur ein Klischee, sie ist ein Wesen. Und ich wünschte mir SO SEHR, wir könnten uns alle endlich gegenseitig als Wesen betrachten!

Ich kenne Männer, die sich schminken. Ich kenne Männer, die lange, lackierte Fingernägel tragen. Es gibt eine regelrechte Bewegung von Männern, die Röcke tragen wollen, weil sie es einfach viel bequemer finden.

Und nu? Sind diese Männer weniger männlich?

Ich kenne Frauen, die sich täglich mit viel Vergnügen aufdonnern wie für die Hauptrolle eines Kleopatrafilms, und ich kenne mich, jemanden, der am liebsten immer nur Schlabberpullis und feste Schuhe zu bequemen Cordhosen tragen würde, und dann kenne ich Frauen, die von Kopf bis Fuß tätowiert, gepierct und schwarz gefärbt sind.

Und nu? Sind die durchtätowierten weniger weiblich? Ist die stark geschminkte gleich ein Flittchen? Lasse ich in meinem Schlabberpulli mich gehen?

Es gibt Frauen und Männer, die beim Anblick eines anderen Menschen abfällig lächeln, aber ganz ehrlich Leute: das sind Menschen, die selbst so wenig Rückgrat und Vertrauen in ihr eigenes Wesen haben, daß sie es nötig haben, einen anderen zu verlachen.

Als ich 13 war, fragte mich eine meiner Schwestern angesichts meiner überweiten Kleidung und des ungeschminkten Gesichts, ob es denn niemanden gebe, für den ich wenigstens ein bißchen hübsch aussehen wolle. NEIN. Es gibt niemanden, für den ich wenigstens ein bißchen hübsch aussehen will. Ich finde außerdem ALLES an der Frage total falsch.
Es ist nicht meine Aufgabe, für jemand anderen irgendwie auszusehen.
Es ist nicht Deine Aufgabe, "hübsch" für mich zu definieren.
Hübschsein, auch nach meiner eigenen Definition, wird überbewertet und ist ungleich sich-wohlfühlen.
Ich kleide mich nicht, wie ich es tue, weil ich es nicht besser weiß. Auch nicht mit 13. Ich kleide mich auf eine bestimmte Art, weil ich es gerade so brauche, weil es mir hilft, ich zu sein und mich wohl und sicher zu fühlen. DU, wer immer Du bist, der Du über anderer Leute Stil lachst, hast mit deren Entscheidungen nichts, aber auch gar nichts zu tun, und es geht Dich absolut nichts an.

Aber zurück zu meiner Hambi-Erkenntnis. Ich habe, nachdem mir die vielen Frauen dort aufgefallen sind, mal bewußter hingesehen, was bei anderen Demos passiert. Ich habe auf Twitter Naziaufmärsche in Sachsen gesehen. Fast nur Männer. Je mehr körperliche Gewalt im Spiel war ("wir werden Euch jagen"), desto weniger Frauen.

Ich sehe mit Begeisterung #FridaysForFuture zu, gestartet von einer damals noch 15jährigen Schwedin, inzwischen streiken Kinder und Jugendliche weltweit - das Geschlechterverhältnis ist übrigens scheinbar recht ausgeglichen, das finde ich sehr toll.

Berlin

München

Freiburg

Ich sehe die Proteste für die Abschaffung des Paragraphen 219a, die überwiegend von Frauen geführt werden. (Etwas zynisch könnte man sagen: Logisch, wann interessieren sich Männer schon für Verhütung oder dafür, daß Frauen selbst über ihren Körper bestimmen können?)

Und ich sehe den Mann, der es nach eigener Aussage als sein Hobby betrachtet, Ärzte zu verklagen, unter anderem Kristina Hänel, die auf ihrer Homepage darüber informiert, daß sie Abtreibungen durchführt. Nicht, wie. Nicht "diesen Monat Sonderangebot: Zwei zum Preis von einer". Nur, daß. Und dennoch gilt die schlichte Information als Werbung, und ein Student namens Yannic Hendricks maßt sich an, bei diesem Thema erstens überhaupt mitreden zu dürfen und wollte das zweitens in seiner Feigheit auch noch anonym tun.
Schön, daß das Landgericht Düsseldorf da anderer Meinung ist.

Was es mit Abtreibungswerbung wirklich auf sich hat, ist in diesem Artikel zu lesen.
(Ich lese übrigens regelmäßig den Blog von Pinkstinks und weiß oft nicht, ob ich lachen oder weinen soll.)

Also zusammengefaßt und stark vereinfacht habe ich den Eindruck, daß Männer oft gegen und Frauen für etwas eintreten. Daß Männer Dinge beschützen wollen und Frauen Lebensraum. Daß Männer für Wirtschaft stehen und Frauen für soziale Prozesse. Ich kenne natürlich viele Menschen, auf die diese starke Vereinfachung nicht zutrifft, allen voran mein Mann, mein Bruder, einige Freunde.

Aber genauso kenne ich Leute, die, ohne es selbst zu merken, Geschlechterklischees weiterleben, gegen die sie sich, bewußt darauf angesprochen, absolut verwahren würden.

Ich sehe auch Aufnahmen von diversen Demos, auf denen das Bild sich wieder und wieder bestätigt - und dabei würde ich selbst vehement bestreiten, daß Männer nunmal von Natur aus blabla sind und Frauen blabla. Dieses "von Natur aus" beginnt viel zu oft mit jungen Eltern, die das Babyzimmer schon in der "richtigen" Farbe streichen, sobald sie das Geschlecht des zu erwartenden Säuglings erfahren; mit Omas und Verkäuferinnen, die Kleinkindern Spielzeuge wieder aus der Hand nehmen, weil Autos ja nur für Jungs oder Puppen ja nur für Mädchen seien; mit Erzieherinnen, die nervtötende Mädchen als Zicke und nervtötende Jungs als kleinen Racker bezeichnen.

Gerade jetzt in der Karnevalszeit kann man die Frauen- und Mädchenkostüme kaum glauben, die derartig sexualisiert daherkommen, daß es einem graust. Auch hierzu möchte ich gerne einen kurzen Artikel von Pinkstinks empfehlen: Sexy Päpstin trifft sexy Fake News.

Also, nach diesem doch etwas wirren Durcheinander meiner Gedanken hätte ich wirklich sehr gern Eure Meinung dazu.



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