Sonntag, 18. Mai 2014

In Bewegung

…bin ich geblieben die letzten 2 Wochen. Erst war ich in Rheinsberg, um mit meinem Chor ein Probenwochenende abzuhalten. Das erste überhaupt. Wir wurden sehr nett begrüßt


hatten kein sehr warmes aber strahlend schönes Wetter


und natürlich jede Menge Arbeit.


Sonntag Abend fuhren wir nach Hause, Montag früh ging es gleich weiter für mich nach Wiesbaden, wohin ich für einige Tage mit einer Produktion der Komischen Oper auf Gastspiel fuhr.

Ich gehörte mit den Komparsen zusammen zur letzten anreisenden Gruppe und lernte diese netten Leute erst am Bahnhof kennen. 600 Kilometer lang fühlte ich mich wie Gulliver im Land der Zwerge, bis ich mir schließlich in Mainz ein Herz faßte und fragte, ob Körpergröße bzw. ein Mangel daran beim Casting für diese Produktion eine Rolle gespielt hätten, was mir unter schallendem Lachen bestätigt wurde. Es kam mir auch zu komisch vor - 8 Leute, davon nur 2 nennenswert über 1,60 m…

Das Theater wurde von demselben Architekten entworfen, der auch die Komische Oper entworfen hatte, doch beim Eintritt ins Haus (in die für Zuschauer gedachten Bereiche) hat man das Gefühl, auf der Hälfte des Platzes wäre das doppelte Maß Prunk untergebracht worden - als wäre man eine Märchenfigur in einer Kitschbox.


Vor dem Theater war es grün und es liefen lustige Enten herum. Oder Gänse. Oder etwas dazwischen… Genten?



Auch sonst hatte die Stadt Sympathisches zu bieten - einen Irish Pub mit Open Stage zum Beispiel oder klare Anweisungen wie diese hier:


Da kann ich nur zustimmen.



Dann bin ich in dieser Woche nach langer Zeit selbst mal wieder Publikum gewesen, und zwar beim Konzert von Pat Metheny und der Unity Group im Berliner Tempodrom.


Mein Bruder hatte mich eingeladen und wir waren mit seiner gesamten Jazzband dort.


Und was für ein unglaubliches Konzert. Ein Saxophonist/Klarinettist/Flötist/Gitarrist, ein Pianist und Synthi-Player, ein Bassist sowie ein Schlagzeuger von dem man meint, er müsse mindestens 5 Arme haben und eben Pat Metheny selbst mit seinen Gitarren, die stets von einem Bühnenmitarbeiter ausgetauscht wurden, oftmals mitten im Stück in einer Pause von 2 Takten oder so. Jeder einzelne dieser Musiker war es unzählige Male wert, vor Bewunderung schamlos mit offenem Mund angestarrt zu werden.

Hier ist, was der Tagesspiegel dazu meint.


Und schließlich war am Freitag unser erstes Chorkonzert dieses Jahr - ein Kurzauftritt beim wie immer ziemlich wild gemischten Frühlingskonzert in der Lichterfelder Kirche, und es war wirklich schön.


Kommentare:

Tricia Danby hat gesagt…

Bewegung kann nicht schaden - dann rostet man auch nicht ein!

Danke fürs Teilhaben lassen!

athena hat gesagt…

Ich mag die Genten :D
Und das Schloß! Herrlich märchenhaft und mädchenhaft *-*