Samstag, 27. Februar 2016

Biss und Hass oder: Das Kreuz mit dem B

Das Klavier, bzw. das Tasteninstrument als solches, ist ja ein Instrument, auf dem einem die Stammtöne nicht einmal verborgen bleiben könnten, wenn man mit verbundenen Augen spielte. Sie sind weiß und vorne. Die von den Stammtönen abgeleiteten Zwischentöne sind als schwarze Tasten ein wenig erhöht, ein wenig weiter weg und eben schwarz. Wenn es jetzt also darum geht, einem Schüler die Funktion von Kreuzen (seit einigen Jahren besser bekannt als Hashtags #) und Bs zu erklären, hat diese Tastenanordnung enorme Vorteile - bis zu einem gewissen Punkt. Vorzeichen machen 2 Probleme: 1.) haben die Töne dann komische Namen und 2.) sind da Lücken in den schwarzen Tasten, die Fragen aufwerfen.

Bei Kreuzen ist das mit den Namen noch ganz gut zu merken: Man hänge ein "is" an den Notennamen. Aus C wird Cis, aus D wird Dis und so weiter.
Bei Bs wird die Silbe "es" angehängt. Aus C wird Ces, aus D wird Des… Während ein A mit # jedoch A-is heißt, heißt es mit b nicht etwa A-es, sondern As. Und ein H mit # heißt zwar His, aber mit b? Die Kinder haben da verschiedene Vorschläge. "Biss" sagt eines, als Kompromiss zwischen Kreuz und B. "Hass" sagt ein anderes in guter Mischung aus H und As.

Noch schlimmer wird es, wenn ein E oder H ein # bekommen bzw. ein C oder F ein b.


Mission Verwirrung abgeschlossen. :)

Das Hasenorakel spricht:

Dankbar ringen wir die Hände -
Mamas Schreien hat ein Ende.

(Ich habe nämlich 2 Tage lang Übungsaufnahmen für meine Chorsänger gemacht und mußte die ganze Zeit aufpassen, daß das Orakel nicht am Mikrofonkabel nagt.)


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